white|russians
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Die längste Geschichte, die das wr|board je gesehen hat.
Kapitel 1
Es war einmal ein kleiner Russe, dessen Stiefel aber viel zu eng waren. Da kippte plötzlich in West-China ein Reissack um. Das machte den kleinen Russen sehr sehr traurig. Doch im selben Moment fragte sich der kleine Russe, warum es ihn so traurig machte, dass ein Reissack in West-China umfiel. Trotzdem beschloss er sich auf die Reise nach West-China zu begeben, um zu erfahren, warum denn der Reissack umkippte.
Er machte sich an einem kalten Wintertag auf zum Flughafen, doch dann geschah das Unfassbare. Der Flughafen wurde wegen eisiger Temperaturen geschlossen. Jetzt saß er, nur mit seinem Flachmann bewaffnet, vor den Toren des Flughafens und wusste nicht so recht, was er nun machen sollte...
Schließlich torkelte er, nachdem er den Flachmann fast ausgetrunken hatte, zum nächsten Laden und kaufte sich eine Flasche Wodka und eine Landkarte. Jedoch verließ ihn das Pech nicht - mit den benetzten Fingern fror er beim Umblättern der Karte an dieser fest. So musste er sich erst eine halbe Stunde an die nächste Heizung stellen und sich aufwärmen.
Und wie er da so stand und wartete, überlegte er sich, wie er denn nun nach West-China kommen sollte... so ganz ohne Flugzeug.
Doch da traf ihn der Geistesblitz - da war doch diese westliche Serie mit diesem Basteltypen - warme Luft aus der Heizung... Fesselballon... irgendwo müssen sich doch Decken auftreiben lassen.
Auf der Suche nach einer Decke für den Bau des Fesselballons, bemerkte er, dass er noch Kaugummi zum Befestigen benötigte...seiner war schon hart, ausgegnatscht und hat 90% seiner ursprünglichen Klebekraft verloren.
Da entdeckte er das kleine Kind in dem Wintermantel, das eine dicke Packung Kaugummi in der rechten Hand hielt...
Aber... das kann doch nicht sein... nein... was in Gottes Namen hat das Mädchen da bloß in der linken Hand? Einen Baseball-Schläger, der sagte: "Wehe du nehmen meiner Freundin Kaugummis oder Mantel weg, eh?!"
Der arme Russe war verdutzt, doch ihm kam eine famose Idee!
Er schlich sich von hinten an den Jungen und schlug ihn nieder.
Diesem Ort haftete etwas Seltsames, Verstörtes an - erst jetzt fiel ihm auf, dass es sich doch bis eben noch um ein Mädchen handelte. Egal... war halt beides... In Wirklichkeit war das nämlich kein Kind, sondern...ein leicht verschwommenes Spiegelbild seiner selbst.
Da fragte er sich, wen er grade niedergeschlagen hatte. Öhm...ja...was war das nun wohl...? Er fragte sich, ob das alles Einbildung war.
Doch dann holte ihn die bittere Realität wieder ein, als er den Baseballschläger sagen hörte: "Du wollen nehmen Mantel und Kaugummis weg, eh?" Ihm war nun klar geworden, dass er soeben ein armes "wehrloses" Mädchen nur für ein paar Kaugummis und einen Mantel auf hinterhältigste Weise niedergeschlagen hatte.
Aber auch wenn dem kleinen Russen das alles tief in seinem Herzen sehr sehr leid tat: Er musste jetzt endlich seinen Ballon bauen, um zu erfahren, was mit dem Reissack geschehen war.
Also wandte er sich schulterzuckend von dem niedergeschlagenen Mädchen ab und setzte sich mit seinem Hut vor den Flughafen, um etwas Geld für die Kaugummis zu erbetteln, denn die, die er sich erkämpft hatte, waren eindeutig zu wenig!
Während er da so saß und bettelte, wurde ihm die Antwort auf das Jungen-/ Mädchen-Rätsel bewusst, es handelte sich nämlich um den berühmten Schiffsmädchenjungen, der eigentlich viel zu klein war, um ein Schiffsmädchenjunge zu sein, was ihm jedoch schlagartig egal war, als er bemerkte, dass er auf dem Flughafen wenig Erfolg haben würde mit dem Erbetteln der Kaugummis, da dieser ja geschlossen war.
Er fragte sich, warum er da nicht früher dran gedacht hatte und beschloss, ne Bank zu knacken, um an das benötigte Kleingeld zu kommen. Das heißt, falls eine auf hat.
Er schnappte sich den Schläger und fragte ihn: "Wollen wir eine Bank ausrauben, Freund?", welcher antworte: "Ich wollen schon immer in Fernsehen, eh?!". Also stapften der kleine Russe und sein neuer Freund, der Baseballschläger durch den tiefen Schnee in Richtung Bank...
Als sie die "RussenBank" erreichten, trauten sie ihren müden Augen kaum. Es war nicht nur das größte Gebäude, das sie je gesehen hatten, nein, es war auch die wohl best bewachteste Bank im ganzen White Russian-Land. Nun zögerte der kleine Russe. Der Baseballschläger aber wollte sofort eine Scheibe einschlagen und dann nahm das Unvermeidliche seinen Lauf.
Er schlug wie in Trance alle Wachen nieder und ging dann in die Bank rein, aber dort war etwas mit dem er nicht gerechnet hat. Vor dem Bankschalter war ein großes Schild, auf dem stand: "Wegen Renovierungsarbeiten geschlossen; Zutritt nur für Handwerker."
Ganz klar - auf zum Männerklo! Und die Handwerker-Requisiten aus der Tasche holen. Er verkleidete sich als Maler und den Baseballschläger als Pinsel.
Nun brauchte er nur noch eine Zeitung um sich einen Malerhut zu basteln. Das gestaltete sich nicht allzu schwierig, da in der Lobby sehr viele Werbeplakate und, und, und... vorhanden waren.
Da sagte plötzlich ein anderer Maler zu ihm: "Ey, mach mal fünf Siebener in Bereich 12, aber plötzlich!". Damit wusste er nichts anzufangen, aber wer so clever war wie er, der wusste auch schon eine Lösung für dieses Problem. Also antwortete er kurzerhand: "Klar, wenn du dich dann um die acht Wände im Bereich von 15-18 kümmern kannst. Natürlich unter Beachtung der 56er Regel...du weißt?"
Und während sein vermeintlicher Kollege noch grübelte, schlich er sich davon und hoffte, nicht noch einmal in eine solche Situation zu kommen.
Er kam auch bis zum Tresorraum, als er jedoch schockiert feststellte, dass der Tresor mit einem Zeitschloss, einem Fingerabdruck-Scanner und einem Netzhaut-Scanner versehen war. Das war ja halb so wild, schließlich hatte er sich bis jetzt nix zu Schulden kommen lassen. Der hochsensible Temperaturfühler sowie die druckempfindlichen Bodenplatten stellten da schon ein größeres Problem dar - aber immerhin war keine Sicherheitskamera vorhanden. Verdutzt und Hilfe suchend sah er seinen neuen Freund, den Baseballschläger an, doch dieser hätte auch nur mit den Schultern gezuckt, wenn er welche gehabt hätte.
Der Russe dachte sich: "Da hilft nur Eins!" und haute mit dem Pinsel den Tresor kurz und klein, sowie die daraufhin blinkende Alarmleuchte. Was dann kam, war klar: Er nahm sich so viel Geld, wie er tragen konnte, steckte sich einen Kaugummi in den Mund und spazierte aus der Bank hinaus, was für ihn recht einfach war, weil er und sein Freund ja schon alles niedergemacht haben, was ihnen in den Weg kam.
Doch draußen auf der Straße lief es dem, zwar leicht lädierten aber immer noch als Pinsel verkleideten Baseballschläger kalt den Schaft hinunter. Am Horizont war eine Staubwolke zu sehen, die nur von einem Rudel Eichhörnchen stammen konnte.
Er bemerkte, wie diese Wolke immer näher kam. Sie schien alles zu verschlingen, was ihr in den Weg kam - dabei mutete ihr fast etwas Organisches, ja Lebendiges an... Er erinnerte sich an die Eichhörnchenschwärme in Südskandinavien, die letztes Jahr ganze Metropolen vernichteten und beschloss, die Beine in die Hand zu nehmen. Er rannte so schnell er konnte, aber dieser Schwarm, oder was es auch immer war, kam immer näher. In seinem Wahn kam dem kleinen Russen eine Idee. Er rannte noch einige Meter und sprang dann in einen Abwasserkanal.
Doch irgendwas hatte er vergessen. Er vergaß, dass der Baseballschläger nicht schwimmen kann. Er versuchte so schnell wie er konnte zum Baseballschläger zu schwimmen, doch als er ihn fast schon greifen konnte... wurde der Baseballschläger in den Schwarm gesogen. Der Russe hörte nur noch: "Du musst mich hier lassen, du schaffst das auch all...argh...".
Er schwamm schweren Herzens weg um sich selber zu retten.
Als er das versuchte widerfuhr ihm etwas noch Schlimmeres als dem Baseballschläger. Plötzlich fühlte er eine große Pranke, fast wie von einem Löwen, sich um sein Fußgelenk wickeln. Die Krallen dieses "Etwas" bohrten sich tief in sein Fleisch und der kleine Russe wurde unter Wasser gezogen. Er wusste, dass ihm jetzt nur noch eine Sache helfen konnte - ein Kaugummi...
Da fand er sich auf einmal gefesselt an einem Stuhl und sah ein Mädchen. Er realisierte, dass er KO geschlagen wurde und sich alles in seiner Fantasie abgespielt haben musste.
Dieses Mädchen - woher kannte er es nur...? Es war die Kaugummitante vom Anfang...er guckte in seine Hosentasche und stellte fest, dass er keine Kaugummis hatte. Er muss alles nur geträumt haben, seit er das Mädchen zum ersten Mal sah!
Das heißt die erfolglose Bettelaktion vorm Flughafen, die Abenteuer in der Russenbank und die Eichhörnchenschwärme: nur ein Traum.
Die wirkliche Bedrohung stand jetzt unmittelbar vor ihm und hatte zwei blonde Affenschaukeln geflochten.
Auf die Hilfe des Baseballschlägers konnte er ja nun auch nicht mehr hoffen...
Das Mädchen ging auf ihn zu. Sie hatte etwas hinter ihrem Rücken versteckt gehalten.
Der Russe versuchte, sich von dem Stuhl zu lösen und war für jeden Zentimeter dankbar, den er mit seinem Stuhl dabei zurückrutschte.
Beim Zurückrutschen versuchte er auch das Seil kaputt zu machen. Doch es gelang ihm nicht wirklich. Er fasste sich an den Po, um aus seiner Gesäßtasche sein Glücksfeuerzeug zu zaubern. Damit versuchte er das Seil durchzubrennen, was ihm auch gelang.
Der kleine Russe freute sich wahnsinnig, doch dann passierte das Unglaubliche: eins der Stuhlbeine knickte ab! Geistesgegenwärtig schnappte sich das Mädchen das Stuhlbein und schlug den Russen KO. Währenddessen fingen erst das Seil und dann der Stuhl Feuer.
Auf einmal kam der Reissack aus China angewackelt (Sollte das etwa schon wieder ein Traum sein?) um das Feuer mit grünem Wackelpudding zu löschen, denn den Reis hatte er in der Mongolei verloren als er auf einen Nagel trat. Natürlich war der kleine Russe sehr erfreut, dass sich der "alte Sack“ endlich mal blicken lässt.
Das Feuer war nun erloschen, doch was hatte das Mädchen jetzt mit ihm (und dem Reissack) vor?
Der Wackelpuddingsack hatte nämlich magische Kräfte und konnte den kleinen Russen wieder zum Leben erwecken, was dem Mädchen natürlich gar nicht gefiel. Zum Glück hatte dieses Mädchen kein Mitspracherecht...
Also nutzte der Sack die Gunst der Stunde und stülpte sich über das Mädchen.
Nun war der kleine Russe endlich wieder befreit und konnte seinen Weg fortsetzen...
Doch wo sollte er nun hin, wenn der Reissack nun schon zu ihm gekommen war? Ganz klar, er brauchte ein neues Ziel. Und er wusste auch schon eins...
...Fortsetzung folgt.
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