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Achtung, hier spielt die Musik. Wir geben euch in dieser Rubrik
Kauftips für CDs und DVDs, die eurem Leben eine neue Note geben.
Wer sucht, der findet hier auch etwas über Musik allgemein.




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MTV Video Music Awards 2003


Die 20. Video Music Awards wurden in der New Yorker Radio City Hall im Rockerfeller Center verliehen. Wenn man sich nun fragt, wer denn nun den Preis für das beste HipHop oder Rock-Video bekommen hat, muss man schon richtig nachdenken, denn im Nachhinein betrachtet haben die Preise an sich wohl die selbe Bedeutung wie ein Besuch beim Chirurgen für Pamela Anderson... Aber wen kümmert's schon? Was bei den VMAs zählt, ist die Show, und von der wurde von Anfang an viel geboten. Die Video Music Awards begannen mit einer Frau, die für viele schon in Vergessenheit geraten ist. Britney Spears kam aus einer riesigen Hochzeitstorte heraus und trällerte mit piepsiger Live-Stimme "Like A Virgin" von Madonna, stilecht im Hochzeitskleid, angelehnt an das entsprechende Musikvideo Madonnas. Die Stimmung war dabei nicht gerade die beste. Die Teenies haben natürlich gekreischt, aber vielleicht sollte man es im nächsten Jahr noch einmal überdenken, ob man beim Auftritt einer Britney nun unbedingt die Stars im Publikum zeigen muss. Sei es Mary J. Blige oder Avril Lavigne, viele zeigten eine Reaktion, als würde Frau Spears bei einem Buchstabierungswettbewerb mitmachen...Hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Abscheu. Die Stimmung wurde dann etwas besser, als plötzlich Christina Aguilera aus dem Nichts auftauchte und mitsang. Ich wurde das Gefühl nicht los, als ob sie beim Gesang extra an Stimmvolumen zugelegt hat, nur um Britney noch dümmer dastehen zu lassen. Wie auch immer, die beiden standen nicht lange, da sie sich bald auf den Boden räkelten. Man hätte annehmen können, dass es jetzt vorbei ist, aber denkste, aus der Riesentorte kam Madonna, gekleidet ganz in schwarz mit Zylinder...sollte sie etwa den Bräutigam darstellen? Die Stimmung wurde mit ihrem Auftritt noch mehr gesteigert. Sie sang "Hollywood" und tanzte dabei mit Britney und Christina Tango. Die Szene, die jedoch am stärksten im Kopf bleibt, ist der Zungenkuss von Madonna und Britney. Die Leute von MTV haben leider mehr Wert auf die Einblendung eines gewissen Herrn Timberlakes gelegt, als auf den Kuss von Madonna und Christina Aguilera. Als dann noch Missy Elliott auf die Bühne kam und liebevoll ihren Song "Work It" in das Spektakel mit eingeflochten hat, hatten endlich auch die HipHopper Grund zum Jubeln. Der Auftritt endete mit dem ersten Witz des Abends. Die Mädels sagten zum Abschluss, dass Musiksender immer die selben Lieder spielen. Nun meine Damen, wäre das anders, hätten wir heute wohl andere Leute im Opener gesehen...
Gastgeber des Abends war Chris Rock, der ersteinmal in gewohnter Art und Weise über die Promis herzog. Er hat sich vor allem über Justin Timberlake und 50 Cent lustig gemacht, zu dem er unter anderen sagte, er hätte mehr Schüsse ins Gesicht bekommen als Jenna Jameson.
Als nächstes kamen die Preisverleihungen. Abräumer des Abends war Justin Timberlake mit dem Song "Cry Me A River", der gleich 3 Auszeichnungen mit nachhause nehmen konnte, knapp gefolgt von Missy Elliott mit "Work It", die zwei Preise abgestaubt hat. Am kuriosesten war allerdings der Preis für das Lebenswerk. Man bekam alles nur in Bruchstücken mit. Erst kamen zum einen Avril Lavigne und Kelly Osbourne und zum anderen die 80er Jahre Band Duran Duran auf die Bühne, um irgendeinen Preis zu verleihen. Als Kelly sich dann laut fragte, warum Duran Duran noch keinen Preis bekommen haben, wurde seitens des Publikums soviel Reaktion gezeigt, als würde man im Sommer jemanden im T-Shirt sehen. Um dem ganzen Spuk ein Ende zu bereiten, wurde Duran Duran dann prompt ein VMA fürs Lebenswerk überreicht. Die Stimmung dabei wurde noch schlechter, da man zwar ein tolles Video, bestehend aus Zusammenschnitten der Ausnahmekarriere der Band, gezeigt hat, jedoch offensichtlich den Ton vergessen hat. Die lustigste Preisübergabe lieferte Jack Black ab, der in einem überzogen poppigen Outfit auf die Bühne kam und nach einem Moonwalk hinfiel. Er tat dann so, als ob er den Preis für "Genius of the Universe" bekommen würde.
Liveauftritte gabs schon vor de eigentlichen Verantstaltung. So trat auf dem roten Teppich Sean Paul auf, der stimmlich überhaupt nicht überzeugt hat. Die Band ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken, und es gab rockigen Sound zu "Get Busy". Ansonsten gab es während der Show Live-Auftritte von Good Charlotte, Christina Aguilera, 50 Cent, Coldplay, Beyonce und Metallica. Beyonce ließ sich kopfüber von der Decke abseilen, und lieferte eine gute Show ab, wie alle Live-Auftritte bei den VMAs. Bei ihr fällt mir nur immer wieder auf, dass sie bei "Crazy in Love" live sehr wenig singt...also wirklich extrem wenig...naja immerhin besser als Playback.
Das Ende der Show leiteten dann Metallica ein. Auch wenn man sie nicht mag, muss man sich doch eingestehen, dass sie einen guten Auftritt hatten. Vor allem der Beginn war sehr gut. Sie gaben ein instrumentales Medley, bestehend aus unter anderem "Smells Like Teen Spirit" von Nirvana und "Seven Nation Army" von The White Stripes. Die MTV Video Movie Awards 2003 waren keine ernsthafte Preisverleihung, und wird auch sicherlich nie eine werden. Aber will man das denn überhaupt? Ich denke, es ist einfach ein großes Spektakel, das für gute Auftritte steht und Popcorn-Unterhaltung vom feinsten bietet.
Und so soll's auch bleiben. (t)

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